Motivation

Rainer Gosslar

Motivation zur Teilnahme an diesem Projekt

Meine Begegnungen mit Menschen in der Psychiatrie
begann bereits in der Kindheit. Meine Eltern wohnten als
Mitarbeiter der psychiatrischen Klinik inmitten des „Anstaltsgeländes“.
Ich wuchs so mit vielen Menschen dieser „Anstalt“ auf, es war ganz normal
für mich, uns zu begegnen, miteinander zu sprechen und zu spielen.
Nach dem Studium der Sozialpädagogik führte es mich zurück in diese
Welt, zu dieser Zeit eine schreckliche Welt der Isolation
Hoffnungslosigkeit, Monotonie und auch der immer wieder zu sehenden
Hilflosigkeit der Patienten und der von uns „Helfern“. Die Suche nach humanen
Behandlungsmethoden, nach neuen Hilfsmöglichkeiten, nach Möglichkeiten uns
gegenseitig verständlich zu machen führte uns zum Ausprobieren anderer Wege.

Musik, Tanz, Bildhauerei, spielen und vor allem auch Malerei erkannten wir als
andere wichtige Möglichkeiten der gegenseitigen Verständigung.
Wir entwickelten mit Künstlern, Studenten, Mitarbeitern und Patienten die
Möglichkeit, uns ohne Vorgaben zu treffen und zusammen etwas zu tun.
Wesentlich war die Erkenntnis, dass die Interessen der Patienten sich in diesen
Möglichkeiten ausdrücken konnten, ohne zu suggerieren das was wir tun allein wäre Kunst.
Es ist auch keine Therapie oder Therapieersatz, sondern einfach die Möglichkeit Ausdruck
zu finden und darzustellen.
Seit dieser Zeit gibt es bis heute die Möglichkeit in von Künstlern begleiteten Gruppen
zu arbeiten. In vielen Ausstellungen fanden wunderbare Begegnungen statt.

Auf diese Weise begegnete ich auch Mehmet Alagöz und wir lernten uns durch
viele gemeinsam organisierte Ausstellungen mit türkischen Künstlern kennen
und achten.

Förderung und Unterstützung gab es für diesen Weg immer durch
Herrn Prof.Dr. Mauthe.
Letztlich haben mich auch einige durch meine Frau Andrea initierte Besuche
der Türkei inspiriert und motiviert. Vieles war und ist mir fremd, vieles ist
faszinierd und neu. Ich bin gespannt auf die gemeinsame Zeit.

Sven Bischoff, 03.05.2013

Die künstlerische Aufarbeitung eines Themas ist die Preisgabe der

eigenen, intimen Interpretation von ebendiesem. Mein Fokus liegt hierbei

normalerweise im Bereich der Dokumentarfotografie.

Im Rahmen dieses interkulturellen Projektes ist es jedoch für mich ein

Bedürfnis, dieses vertraute und bekannte Medium zu verlassen, damit ich neue Erfahrungen noch stärker und direkter in der Arbeit mit dem Medium reflektieren.

 

Warum ich am Kunstprojekt teilnehme.

Meine ganz persönliche Motivation an dem Projekt mitgestalten zu dürfen, ist Verbindungen zu finden trotz kultureller Unterschiede, meine Neugierde zu befriedigen durch etwas Neues zu entdecken.

Aus dem Grund habe ich mich zum Aufbau zweier Skulpturen entschieden, die mein Gefühl während dieser Woche darstellen sollen. Ich bin aus Leidenschaft Künstler, meine Motivation etwas Neues zu entdecken und es in Form oder Farbe zum Ausdruck zu bringen ist für mich ein tiefes positives Erlebnis. Der Austausch mit Menschen, die in der Kunst arbeiten und Menschen die gern über die Kunst etwas über sich und der Welt ausdrücken sind für mich sehr positive und spannende Begegnungen. Ich freue mich sehr auf das Projekt und auf unsere Begegnungen aller Beteiligten.

Michael Maske

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